Auf unserem Weg durch den geologischen Lehrpfad erreichen wir die, auf die Erdoberfläche emporsteigende Sandsteinküste des einstigen Meeres. Hier auf einer Fläche von ungefähr 2000 m2 wurden 3000 fossile Fußabdrücke von 11 verschiedenen Wirbeltieren entdeckt und wissenschaftlich dokumentiert. Neben den Fußabdrücken von Nashörner, verschiedenen Rotwildarten, Raubtieren und Vögel findet man hier auch andere Spurfossilien, eingebettet in mehreren Schlammschichten. Damit ist diese Sandsteinküste eine des reichsten Spurfossilienkomplexes der Welt. 
 
Vögel
Ornithotarnocia lambrechti Kordos, 1985 (1)
Aviadactyla media Kordos, 1985 (2)
Tetraornithopedia tasnadii Kordos, 1985 (3)
Passeripeda ipolyensis Kordos, 1985 (4)

Säugetiere
Bestiopeda maxima Kordos, 1985 (11)
Bestiopeda tarnocensis Vialov, 1985 (7)
Carnivoripeda nogradensis Kordos, 1985 (5)
Mustelipeda punctata Kordos, 1985 (6)
Rhinoceripeda tasnadyi Vialov, 1966 (10)
Megapecoripeda miocaenica Kordos, 1985 (8)
Pecoripeda hamori Vialov, 1986 (9)

Gut zu wissen, dass die Benennungen auf Latein nicht die einzelnen Arten bestimmen, sondern deuten auf ihre Fußspuren hin (vgl. Latein pes=Fuß, peda= Fußspur). So bedeutet z.B. Bestiopeda den Fußabdruck eines Untieres, einer Bestie. Die für die Laien kompliziert klingenden wissenschaftlichen Namengebungen werden durch die Tatsache erklärt, dass es den Forschern sehr selten gelingt, neben den Spurfossilien auch die verkieselten Überreste des jeweiligen Tieres zu entdecken.
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