Riolittufa
Die Ipolytarnócer Schichten deckendes vulkanisches Material (Rhyolitischer Tuff Typ Gyulakeszi) erscheint im mittleren Teil des geologischen Lehrpfades und folgt das Emporsteigen den mit Spurfossilien bedeckten Sandstein. Die vulkanische Tätigkeit begann mit einem heftigen Ascheregen, dessen unterste, gelbbraune, gestreifte Schicht zusammen mit einem Feuchtigkeitsausschlag auf der ehemaligen Oberfläche akkumulierte, so dass diese Tuffe die schönsten Pflanzenabdrücke bewahrte. Der als Flutwelle kommende rhyolitische Tuff erreichte Ipolytarnóc erst später, die den ganzen Lebensraum der einstigen Lebewesen bedeckte. Der graue Bimsstein beinhaltet schwarze Flecken und Streifen, die die verkohlten Überresten der einstigen Vegetation bezeugen.
Die Baumstämme entlang des geologischen Pfades liegen parallel zueinander in NNO Richtung und zeigen zugleich die Richtung der Lawineflut. Die gleiche Richtung bezeugen auch die durch das Erdbeben hervorgerufenen Faltenwürfe des einstigen Meeresschlammes. Diese vulkanische Katastrophe hat zwar die damalige Ipolytarnóc zerstört, zugleich haben aber die fossilen Zeugen der Urzeiten die Möglichkeit bekommen, über Jahrmillionen hinweg bewahrt zu bleiben.
Aus dem Tuff sickerten allmählich Kieselsäurelösungen aus, die den Sandstein und Bäume durchliefen und zu einer Verkieselung beiführten. Die modernsten radioisotopischen Messungen haben das Alter der Spurfossilien präzisiert, und in 17 Millionen Jahren bestimmt. Die früheren laboratorischen Messungen setzten ihr Alter auf 20 Millionen Jahren.

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