Die mit Fußabdrücken bedeckte Oberfläche ist auch reich an fossilen Pflanzenabdrücken. Aus dieser Schicht und aus den darüber liegenden Tuffe sind mehr als 15000 Blattabrdücke bekannt, anhand deren die einstige Vegetation auch rekonstruiert werden konnte. Die Tierwelt wurde in einer tropischen-subtropischen Umgebung beheimatet. Die Träufelspitzen der Bäume deuten auf ein dunstiges, feuchtes Klima, wobei der Niederschlag oft das 3000 mm erreichen konnte. In den mehrstöckigen Wäldern waren Palmen-, Lorbeer-, Magnolien- und Platanen-Arten und, in der Krautschicht verschiedene Farngewächse vorherrschend.
Die Vegetation bestand überwiegend aus lorbeerblättrigen Arten, wie zB. Magnolia (Magnolia mirabilis). Unzählige Lorbeer-Arten waren in der Strauchschicht vorhanden, wie z.B. Laurus princeps, oder eine bislang nicht bekannte Art, die Litsea ipolytarnocense, die ihren Namen von Ipolytarnóc bekam. Die internationale Fachliteratur gliedert diese extreme Lorbeer-Flora in eine selbständige Gruppe ein, und nennt sie das „Florenkomplex Ipolytarnóc”.

Neben Lorbeer waren andere, heute bereits ausgestorbene Pflanzenarten wichtige Bestandteile der damaligen Flora, wie zB. Engelhardia orsbergensis oder Cyclocarya cyclocarpa (verschiedene Walnußgewächse), Platanus neptuni (Platane), oder ganz exotische Pflanzen, wie die Schefflera gaudini (eine Art tropisches Efeugewächs). Innerhalb der Palmengewächse spielten eine Fiederpalmenart, die Sabal major und eine Kletterpalme, die Calamus noszkyi eine wichtige Rolle. Die letztgenannte Pflanze, zusammen mit einem anderen Einkeimblättrigen, dem Smilax aspera beteiligte im Aufbau der Lianenschicht. Die Flora war sehr artenreich und vielfältig, und bestand ausschließlich aus alten, wärmebedürftigen, sogenannten palaeotropischen Arten.

Print Friendly, PDF & Email