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Das Naturschutzgebiet Ipolytarnóc wurde weltweit durch den, 100 m langen und in der Stammzone 8 m Durchmesser erreichende versteinerte Pinus berühmt. Die beiden Ufer des Borókás-Baches waren noch am Anfang des 19. Jh. durch den versteinerten Baustamm miteinander verknüpft und als Steinbrücke benutzt. Die Jahrhunderte langen Untersuchungen des fossilen Baumes geben Einblick in einen beispielhaften forschungshistorischen Prozess.
Die zur Zeit weltweit größte bekannte, versteinerte Pinus-Art (Pinuxylon tarnocziense) wurde durch die Wasserkraft des Baches aus der vulkanischen Asche freigewaschen. Die Bewohner der Umgebung erzählten fabelhafte Geschichten über die Versteinerung und Entstehung des Baumstammes. Der Baumstamm wurde in der Wirklichkeit durch die aus der vulkanischen Asche ausgelöste Kieselsäure durchtränkt. Die Silikate lagerten sich in den Hohlräumen der Stämme ein und ersetzten nach und nach das Zellgewebe. Im weiteren Verlauf bildeten die sich verhärtenden Ablagerungen zu Quarz um und erhielten die Struktur des Stammes in Stein.
Die ersten Forschungen und Ausgrabungen wurden von dem Akademiker und Archäologen, Ferenc Kubinyi im Jahre 1836 durchgeführt.
Heute können nur noch drei größere Bruchstücke der einstigen Riesentanne in ihrer ursprünglichen Lage besichtigen, der Rest wurde abgetragen. Die massiven, unteren Teile des Stammes liegen unter dem Schutz des Kellergewölbes, die oberen Kronenteile werden in der großen Halle beherbergt.
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